Lexikon

Betreutes Wohnen behinderter und psychisch kranker Menschen

ist Teil einer gemeindenahen Rehabilitation und Versorgung. Betreutes Wohnen erfolgt in verschiedenen Wohnformen: Einzelwohnungen, Familienpflegestellen, in denen die Betreuung zum größten Teil von der Pflegeperson durchgeführt wird, Wohngemeinschaften, die auf professionelle Hilfe zurückgreifen können, Wohngruppen für behinderte und psychisch kranke Menschen, die Bestandteil des Heimes sind, wobei die in Gruppen lebenden Menschen die professionelle Hilfe nur noch in Teilbereichen abrufen. Eine der Wohnformen des betreuten Wohnens kommt für behinderte oder psychisch kranke Menschen in Betracht, die einer stationären Behandlung nicht mehr bedürfen und für die eine stationäre medizinische oder berufliche Rehabilitation nicht erforderlich ist. Die Hilfen umfassen nach der Besonderheit des Einzelfalles die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen i. S. d. § 35 SGB XII (Sozialhilfe) und die Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel des SGB XII. Entsprechend den Erfordernissen des Einzelfalls können die Hilfen als ambulante, teilstationäre oder stationäre Leistungen i. S. v. § 13 SGB XII erbracht werden.
Autorin: Jannette Arenz (Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (Hrsg.) Mulot, R. Schmitt, S. (Redaktion und Lektorat). 2007. “Fachlexikon der sozialen Arbeit“. Baden-Baden. NOMOS)